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Arbeitsmigration von Frauen

Die Migrationsströme der letzten Jahre haben sich vom globalen Süden in den Norden und vom Osten in den Westen verstärkt. Migrationsgründe sind zumeist sozioökonomischer Natur. In der EU findet Arbeitsmigration zum Beispiel in Form von Saisonarbeit in der Landwirtschaft oder Gastronomie statt. Ebenso aus Gründen zeitgebundener Arbeitsverträge oder aus Nachfrage spezialisierter Fachkräfte. Häufiger als Männer müssen sich migrierte Frauen alleine um die Versorgung ihrer minderjährigen Kinder Kümmern, die entweder im Ursprungsland verblieben sind oder ebenfalls mit ihrer Mutter migriert sind.

In die EU migrierte Frauen sind überproportional in wenig geregelten Arbeitssektoren oder im informellen Sektor tätig. So zum Beispiel in der Sexindustrie, der Hausarbeit oder Gastronomie. Die Gefahr für Ausbeutung und Gewalt ist bei solchen Frauen besonders hoch, denn sie verfügen nur über unzureichende Instrumente, um sich dagegen zu wehren, weil sie aufgrund ihres illegalen Aufenthalts eine Abschiebung befürchten müssen.

Die Chancengleichheit im Europäischen Vergleich kann sich Branchenspezifisch für Frauen von Land zu Land sehr stark unterscheiden. Das führt dazu, dass verhältnismäßig viele hoch qualifizierte Frauen Deutschland verlassen, um eine gut bezahlte Stelle im Ausland anzunehmen.
 

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